fbpx

Coke, Pepsi, Root Beer – Die Spitznamen der bekanntesten Rolex-Modelle

Können Sie Hulks von Kermits unterscheiden? Würden Sie lieber einen Batman oder ein Root Beer kaufen? Was für Rolex-Fans zum täglichen Sprachgebrauch gehört, kann für Unerfahrene äußerst kompliziert sein. Behalten Sie mit unserer kleinen Anleitung den Überblick über die Terminologie einer der renommiertesten Uhrenmarken der Welt.

Einzigartig und exklusiv – Rolex schwebt stets in einer etwas höheren Sphäre als andere namhafte Schweizer Luxusuhrenhersteller. Die Anhänger sind nicht nur zahlreicher, sondern auch leidenschaftlicher als die anderer vergleichbarer Uhrenmarken. Aus dieser erlesenen Gruppe von Fans hat sich eine ganz eigene Kultur mit eigenem Vokabular entwickelt. Als unmittelbare Folge tragen viele der berühmtesten Zeitmesser von Rolex mittlerweile beliebte Spitznamen. Diese sind natürlich inoffiziell und werden nie in einem Katalog oder ähnlichem erscheinen. Und doch sind sie so bekannt, dass sie jeder versteht – ob Händler, Journalisten oder Fans.

Doch woher kommen diese seltsam liebenswerten Namen, die doch so ganz im Widerspruch zum strengen Selbstverständnis der Marke zu stehen scheinen? Wir werfen einen Blick auf einige der bekanntesten Rolex Spitznamen:

Rolex Pepsi

Den ursprünglichsten und immer noch bekanntesten Spitznamen tragen die legendären Modelle GMT Master und GMT-Master II mit rot-blauer Lünette: die „Pepsi”. Die Farben stehen für Pan Am, eine US-amerikanische Fluggesellschaft, die Rolex in den 1950er Jahren beauftragte, einen Zeitmesser zu entwerfen, der eine zweite Zonenzeit anzeigt. Doch die Fans entschieden schnell, dass die Farben Rot und Blau eher an das Logo der bekannten Erfrischungsgetränke-Marke erinnern. Im Laufe der Jahre wurden viele GMT „Pepsis” vorgestellt, zuletzt das lang erwartete Stahlmodell mit Keramiklünette auf der Baselworld 2018.

Rolex Coke

Nach dem Erfolg der „Pepsi” entwickelte sich Rolex stets weiter: Andere Farben für die Lünette wurden verwendet und die entsprechenden Spitznamen ließen nicht lang auf sich warten. Als 1983 die erste GMT-Master II mit einer rot-schwarzen Lünette auf den Markt kam, war sie sofort als „Coke” bekannt: Die Farben erinnerten Rolex-Fans an Flaschen des schwarzen Erfrischungsgetränks mit leuchtend roten Etiketten. Die erste „Coke” (Referenz 16760) wurde wegen ihrer etwas breiteren Gehäuseform auch „Fat Lady” oder „Sophia Loren” genannt. Seither sind Coke-Modelle mit vielen anderen Referenzen zu finden.

Rolex Root Beer

Der Spitzname „Root Beer” stammt wahrscheinlich aus der Zeit vor der „Coke” und wurde erst in den späten 1970er oder frühen 1980er Jahren mit der Referenz 16753 bekannt. Ihre Lünette ist braun und cremefarben, ähnlich wie das „Root Beer”, ein US-amerikanisches alkoholfreies Getränk, das in Europa nie so beliebt wurde. „Root Beer”-Modelle haben meist ein zweifarbiges Gehäuse aus Gold und Stahl und zweifarbige Armbänder sowie braune Zifferblätter und runde Goldindizes. Die Uhr ist auch als „Clint Eastwood” bekannt, da sie eine der Lieblingsuhren des Schauspielers ist.

Rolex Batman

Die erste Rolex-Uhr mit einer Keramiklünette in zwei verschiedenen Farben war das Modell mit der Referenz 116710BLNR, das im Jahr 2013 vorgestellt wurde. Leider waren die Farben Schwarz und Blau nicht so leicht mit kohlensäurehaltigen Getränken zu kombinieren, so dass ein neuer Spitzname her musste: Batman. Die in Stahl gefasste Rolex GMT „Batman” war ein technologischer Durchbruch und verkaufte sich sehr gut. Der Monoblock-Mittelteil des Keramikgehäuses wurde durch ein ausgeklügeltes chemisches Verfahren exklusiv bei Rolex ermöglicht.

Rolex Kermit

Nicht nur GMT-Modelle haben Spitznamen: Die Submariner trägt ebenfalls viele bekannte Beinamen. Neben der „Red Line“ und der „No Date“ gibt es auch ausgefallenere Versionen wie den „Kermit”. Offiziell bekannt als Referenz 16610LV wurde dieses spezielle Submariner-Modell 2003 zum 50. Jahrestag der legendären Kollektion veröffentlicht. Die Initialen stehen für “Lunette Vert” – französisch für „grüne Lünette“ und genau das ist es, was sie so besonders macht. Die Farbe erinnerte schnell an den berühmten Marionettenfrosch aus der Muppet Show.

Rolex Hulk

„Kermit” wurde 2010 durch die Referenz 116610LV modernisiert, die einen noch auffälligeren Grünton der Lünette und des Zifferblatts aufweist. Doch nicht der Grünton, sondern das etwas größere Gehäuse war Vorbild für den zweiten Spitznamen mit Superheld-Charakter: der „Hulk”. Die „Hulk” hat ein Stahlgehäuse, aber im Gegensatz zu ihrem Vorgänger ist ihre grüne Lünette aus Hightech-Cerachrom.

Rolex Smurf

Die „Hulk” ist nicht das einzige Submariner-Modell von Rolex mit einer anderen Farbe als Schwarz für Zifferblatt und Lünette. Diese Ehre wurde auch der Referenz 116619 im Jahr 2008 zuteil, die in strahlendem Blau erschien. Der „Schlumpf” (engisch: smurf) wurde nach den tief blauen belgischen Comicfiguren benannt und hatte die allererste Cerachrom-Lünette auf einer Submariner. Mit einem weißgoldenen Gehäuse und unglaublicher Eleganz erreichte sie großes Prestige und wurde bei vielen Prominenten beliebt. Die Referenz 116618 wird gleichzeitig in Gelbgold vertrieben und ist manchmal auch als „Schlumpf” bekannt.

Abschließende Bemerkungen

Es gibt noch viele andere großartige Rolex-Spitznamen, die wir hier nicht alle erforschen können: Von der „President” Day-Date bis zur „Thunderbird” Datejust. Für Fans und Sammler bedeuten diese Namen ein Gefühl von Gemeinschaft, für Einsteiger sind sie ein starker Anziehungspunkt zur Marke. Hoffentlich erwarten uns in den nächsten Jahren noch viele weitere Spitznamen.

John Wallis
John Wallis

Living and working in London, John has been writing about watches since graduating university. He got his start at SalonQP, London's finest watch show, where he was inspired by the breadth and creativity of the modern industry. His fascination with mechanical horology has only grown from there.

No Comments Yet

Comments are closed